Zweite kantonale Prüfung an einem Wochenende: Das Hundewesen im Kanton Aargau boomt! Dank des unermüdlichen Einsatzes der Hundedelegation von JagdAargau konnte aufgrund des riesigen Ansturms an Hundeführern gleich eine zweite Prüfungstranche durchgeführt werden. Nach dem gestrigen Modul Wasser & Apport traten am Sonntag, dem 13. September 2026, 15 Gespanne zur kantonalen TKJ-Schweissprüfung in den Revieren Dürrenäsch, Zetzwil und Seengen an.
- Den Bericht und die Resultate vom Vortag zur Wasser- und Apportierprüfung in Merenschwand finden Sie hier im Rückblick.
- Den ersten Teil der TKJ-Schweissprüfung finden Sie direkt unter Ergebnisse der TKJ-Schweissprüfung 2026.
Warum ist die Schweissprüfung so entscheidend für die Jagd?
Die Nachsuche ist eine der wichtigsten Aufgaben im jagdlichen Alltag und ein zentraler Baustein des Tierschutzes. Wird ein Wildtier im Straßenverkehr verletzt oder bei der Jagd nicht sofort tödlich getroffen, kommt der Schweisshund zum Einsatz.
Die Prüfung simuliert den Ernstfall einer Nachsuche:
- Fährtenarbeit (Schweiss / Fährtenschuh): Der Hund muss einer mindestens 500 Meter langen Stehzeit-Fährte folgen, die am Vortag mit wenigen Tropfen Blut (Schweiss) oder mit Schalenmehlen (Fährtenschuh) gelegt wurde.
- Ablenkung durch Verleitung: Auf der Fährte kreuzen oft frische Spuren von anderem Wild. Der Hund darf sich nicht abbringen lassen und muss stur "seinem" Stück folgen.
- Abrufe & Genauigkeit: Kommt das Gespann zu weit von der Fährte ab, muss der Richter abrufen. Maximal zwei Abrufe sind erlaubt – beim dritten gilt die Prüfung als nicht bestanden.
Ein erfolgreich geprüfter Schweisshund stellt sicher, dass krankes oder verletztes Wild schnellstmöglich gefunden und von Leid erlöst werden kann. Das Bestehen dieser Eignungsprüfung ist die Grundvoraussetzung für den Einsatz in der Praxis.
Der Prüfungstag in Dürrenäsch, Zetzwil und Seengen
Insgesamt 15 Gespanne traten bei dieser zweiten Tranche des Wochenendes auf der 500-Meter-Distanz an. 9 Hunde absolvierten die Schweissfährte (davon 8 bestanden), und 6 Hunde traten auf der extrem anspruchsvollen Fährtenschuh-Fährte an (davon 3 bestanden). Die Gesamterfolgsquote lag bei erfreulichen 73,3 %.
Erfolgreiche Gespanne der TKJ-Schweissprüfung 2026
Modul Schweiss (500 m)
Modul Fährtenschuh (500 m)
Offizielle Ergebnisliste als PDF
Laden Sie hier die vollständige Dokumentation der TKJ-Schweissprüfung 2026 herunter.
📄 Offizielle Ergebnisse (PDF) herunterladenBesondere Ehrungen & Tagesbeste
Beste Arbeit 500 m Schweiss:
André Filipendin zeigte mit seinem Deutsch-Drahthaar-Rüden Komet vom Traunkreis eine makellose Suchleistung ohne jeglichen Abruf und holte sich den Tagessieg in dieser Kategorie.
Beste Arbeit 500 m Fährtenschuh:
Auf der besonders schwierigen Fährtenschuh-Fährte sicherte sich Valentin Brügger mit seinem Magyar Vizsla Lajos vom Bollerrain die beste Arbeit des Tages.
Herzlicher Dank an Organisatoren und Helfer
Ein Prüfungs-Wochenende dieser Doppel-Größenordnung ist eine organisatorische Glanzleistung:
- Ein ganz großer Dank gebührt Prüfungsleiter Sepp Sticher und der gesamten Hundedelegation von JagdAargau. Dass innerhalb eines einzigen Wochenendes gleich zwei vollwertige kantonale Prüfungen (Wasser/Apport & Schweiss) auf die Beine gestellt wurden, zeigt das enorme Engagement für das Aargauer Hundewesen!
- Vielen Dank an die beteiligten Reviere Dürrenäsch, Zetzwil und Seengen für das Gastrecht und das Bereitstellen der anspruchsvollen Prüfungsgelände.
- Herzlichen Dank an das Richterteam (Andy Stauber, Werner Huber, Ruedi Angst, Katrin Strahm, Amadeo Röthlin, Jürg Jäggi, Yvonne Blatter, Roger Leuenberger, Mario Hänsli, Stefan Furrer) für die faire und fachkundige Bewertung.
Prüfungsleiter: Sepp Sticher