🏰 Ein historischer Rekord auf Schloss Habsburg: Das „Grüne Abitur“, gelebtes Brauchtum und ein mutiger Blick in die Zukunft

Ein neues Festkonzept sprengt alle Erwartungen: Erfahren Sie im folgenden umfassenden Bericht, wie der Aargauische Jagdschutzverein (AJV) dieses Jahr mit dem Projekt „Rock the House“ gemeinsam Mut bewies, um den frisch brevetierten Jägerinnen und Jägern einen unvergesslichen Rahmen zu bieten. Lesen Sie zuerst den Medienbericht von Louis Probst, gefolgt von den beeindruckenden Rekordzahlen der Feier sowie einer zukunftsorientierten Bilanz zur legendären Nacht auf dem Schlossberg.

📯 Medienbericht von Louis Probst

„Wer Jäger werden will, braucht Ausdauer“

Auf Schloss Habsburg durften die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Jagdprüfung ihren Fähigkeitsausweis entgegennehmen.

Traditionen spielen in der Jagd eine wichtige Rolle. So wurde der offensichtlich verhinderte (präparierte) Keiler Bruno – sozusagen DER Stammgast der Brevetierungsfeier auf Schloss Habsburg – durch die Bache Frieda würdig vertreten. Am traditionellen Anlass, der von der Jagdmusik „SonatES“ begleitet wurde, erhielten vier Jungjägerinnen und 35 Jungjäger aus den Händen von Landammann Stefan Attiger und Urs Wunderlin, dem Präsidenten der Jagdprüfungskommission, den Jagdfähigkeitsausweis und einen Eichenbruch.

Dank an Landammann Attiger

„Hauptpersonen seid Ihr“, wandte sich Daniel Johnson, der Geschäftsführer von Jagd Aargau/AJV, an die erfolgreichen Jungjägerinnen und Jungjäger. „Hinter Euch liegt eine intensive Zeit. Die Jagdprüfung besteht man nicht einfach so. Gefragt ist ein riesiges Fachwissen.“ Er erinnerte daran, dass einige Jahre vor der Gründung des Aargauischen Jagdschutzvereins, 1883 in Baden, die Wälder beinahe ohne Wild waren. Gesetze von Bund und Kanton hätten, in Zusammenarbeit mit der Jägerschaft, das Wiederaufkommen der Wildbestände ermöglicht.

„Lasst Euch nicht einreden, dass die Bevölkerung nicht hinter der Jagd stehen würde“, gab Daniel Johnson den Jungjägerinnen und Jungjägern zu bedenken. Er dankte den Jagdrevieren für die Aufnahme der Jungjägerinnen und Jungjäger und der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons. Einen speziellen Dank stattete er Landammann Attiger ab, der zum letzten Mal in seiner Eigenschaft als „oberster Jagdherr des Kantons“ die Fähigkeitsausweise überreichte. „Die Jäger werden Dich vermissen“, erklärte er und überreichte Attiger ein Schild, das zeigt, wo es zur Jagd geht.

Hohe Hürden müssen sein

„Die Zahl von 60 Kandidierenden zeigt, dass die Jagd nach wie vor populär ist“, stellte Landammann Attiger fest. „Das ist nicht selbstverständlich. Es braucht ein riesiges Engagement.“ Die Hürden für das Bestehen der Jagdprüfung seien hoch, so Attiger. „Aber sie sollen auch hoch sein.“ Gefragt sei ein breites Spektrum an Wissen. „Bringen Sie sich ein“, forderte er die Jungjägerinnen und Jungjäger auf. „Die Jagd geht weiter. Es gibt neue Herausforderungen.“ Dabei erwähnte er den Waschbären und dessen Regulierung.

Anforderungsreiche Ausbildung

„Hinter dem Aargauischen Jagdpass steht eine spannende, aber auch anforderungsreiche Ausbildung“, betonte auch Urs Wunderlin. „Wer im Aargau Jägerin oder Jäger werden will, braucht Ausdauer.“ In einem Rückblick auf die Prüfung erwähnte er die Schiessprüfung, die von 31 der 39 Teilnehmenden bestanden wurde. Bei der theoretischen Prüfung, bei der in sehr kurzen Abständen sechs Fächer in je 20 Minuten geprüft werden, lief es aber offenbar nicht so gut. Von 60 Kandidierenden haben jedenfalls 18 nicht bestanden.

„Die Kenntnisse des Grundhandwerks habt Ihr erworben“, richtete sich Wunderlin an die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Jagdprüfung. „Bringt Euch ein. Seid offen für Neues. Nehmt Euch Zeit. Erzwingt nichts.“ Er gab aber auch zu bedenken: „Der Wald gehört nicht uns Jägern. Aber wir dürfen im Wald dem Jagdhandwerk nachgehen.“

„Es braucht Euch, Jägerinnen und Jäger“

„Die Jagd ist kein einfaches Handwerk, sie erfordert Herz und Demut“, wandte sich Colette Basler, Grossrätin und Vizepräsidentin des Bauernverbandes Aargau, an die Jungjägerinnen und Jungjäger. „Ihr habt ‘bügeln‘ müssen, damit Ihr hier sein dürft. Und das alles in der Freizeit. Weshalb könnte man sich fragen? Aber es braucht Euch. Weiss Gott, wir wissen Eure Arbeit zu schätzen.“ Colette Basler dankte für den, wie sie betonte, „riesigen Einsatz der Jagd, um das Ökosystem im Gleichgewicht zu halten“.

🚜 Gelebtes Brauchtum und ein ganz besonderer Blickfang

Traditionen und Herzblut prägten diesen Abend in jeder Hinsicht. Ein ganz besonderes Highlight verdanken wir unserem Jagdkameraden Rolf Suter: Er reiste eigens mit der Bache Frieda an und nutzte für den stilechten Transport seinen frisch renovierten „Haflinger“ – ein legendäres, liebevoll hergerichtetes Fahrzeug der Schweizer Armee. Dieses Gespann sorgte vor der historischen Schlosskulisse für grosse Begeisterung und bildete das perfekte Symbol für den handfesten und traditionsbewussten Geist unserer Jägerschaft.

📊 Die nackten Zahlen: Ein historischer Rekord für den AJV

Dass das neue, mutige Festkonzept der Vereinsleitung voll eingeschlagen hat, belegen die offiziellen Zahlen im direkten Vergleich zum Vorjahr. Die Jägerschaft und ihre Familien haben diesen Anlass in einem nie dagewesenen Ausmass gewürdigt:

Bereich Vorjahr (2025) Dieses Jahr (2026)
(Anmeldestand)
Absolute Veränderung Prozentualer Zuwachs
Gäste an der Feier 152 Personen 222 Personen +70 Personen +46.1 %
Teilnehmende am Abendessen 98 Personen 207 Personen +109 Personen +111.2 %
🔥 Brandaktuelles Live-Update aus der Schlossküche: Die Abrechnung des Schlossteams zeigt, dass die offiziellen Anmeldezahlen am Abend selbst durch Kurzentschlossene nochmals grandios überholt wurden! Sage und schreibe 230 Personen haben am festlichen Abendessen teilgenommen (statt der gemeldeten 207). Das entspricht einer phänomenalen tatsächlichen Steigerung von +134.7 % im Vergleich zum Vorjahr (98 Essen)! Da fast alle anwesenden Gäste den Abend beim Schüsseltrieb ausklingen liessen, lässt sich die reale Gesamtzahl der anwesenden Personen auf dem Schlossberg somit auf weit über 230 Personen hochrechnen – ein absoluter Allzeit-Rekord für unseren Verband!

💥 Sensationeller Endspurt: Alleine am allerletzten Tag vor dem offiziellen Anmeldeschluss wuchs unsere Gästeliste im System bereits schlagartig um 16 zusätzliche Anwesenheiten für die Feier und um 11 Festgäste an, bevor der Abend alle Erwartungen sprengte!

🚗 Logistische Koordination auf dem Schlossberg

Um den enormen Ansturm auf den engen Schlossberg koordiniert zu bewältigen, wurde im Vorfeld ein exklusives Mobilitätskonzept ausgearbeitet. Die bereinigte Transportbilanz des Abends belegt das hervorragende Ineinandergreifen aller Rädchen:

  • 219 Personen reisten mit dem Auto direkt zur Habsburg an. Sie nutzten die temporären Parkflächen und den organisierten Shuttle-Dienst.
  • 3 Personen wählten den Weg über den öffentlichen Verkehr oder nutzten das Parkhaus Brugg in Kombination mit den vereinbarten Taxi-Sonderkonditionen.

🌿 Tiefe Einblicke: Impulse aus den Festansprachen

Hinter den reinen Zahlen stehen tiefgehende Werte, die den Erfolg des gesamten Verbandes ausmachen. In den Festansprachen wurden wegweisende Worte für den jagdlichen Lebensweg gefunden:

🎓 Das „Grüne Abitur“ und die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft Die mehrjährige, anforderungsreiche Ausbildung fordert von den Absolventen ein immenses Fachwissen. Es wurde emotional an den Ursprung dieser Reise erinnert – an den Moment, als die Lehrgänger ihr persönliches Leistungsheft bestellten und der Verband die Ausbildungsinfrastruktur bereitstellte. Die frisch Brevetierten wurden ermutigt, dieses fundierte Wissen auf Augenhöhe mit der Zivilbevölkerung zu teilen (beispielsweise anhand des Standardwerks „Jagen in der Schweiz“) und als Botschafter für die Natur aufzutreten.
📐 Das bewährte Dreieck des Schweizer Jagdwesens Die reiche Artenvielfalt and die Rückkehr des Grossraubwilds im Aargau sind das Verdienst einer bewährten Partnerschaft: Das Gesetz des Bundes, das Jagdregal des Kantons auf behördlicher Ebene und die Jägerschaft im engen, von der Bevölkerung geschätzten Verbund mit der Natur. Repräsentative Studien belegen das grosse Vertrauen der Zivilbevölkerung in diese Arbeit.
📯 Würdevoller Abschied und der Übergang zum Schüsseltrieb Ein glanzvoller Höhepunkt des Festaktes war der Dank an den „obersten Jagdherrn des Kantons“, Landammann Stefan Attiger, der zum letzten Mal in dieser Funktion die Fähigkeitsausweise überreichte. Als Zeichen des Dankes für die stets faire und verlässliche Partnerschaft wurde ihm ein symbolisches Schild überreicht. Den feierlichen und geschätzten Schlusspunkt des offiziellen Teils setzte schliesslich AJV-Präsident Gerhard Wenzinger. Mit seiner Abschlussrede würdigte er das grosse Engagement aller Beteiligten und leitete die gesamte Festgesellschaft anschliessend stimmungsvoll in den traditionellen Schüsseltrieb über.

🎯 Ein positiver Blick nach vorne: Wertvolles Potenzial für die Zukunft

Dass fast ausnahmslos jeder Gast nach der offiziellen Feier auch zum gemeinsamen Abendessen blieb – was zu einer grandiosen Erhöhung auf letztlich 230 eingenommene Essen führte –, hat die Infrastruktur auf Schloss Habsburg stark gefordert. Wir haben vor Ort direkt wertvolles Verbesserungspotenzial verspürt, welches wir nun dankbar und partnerschaftlich in die Planung für das Jahr 2027 aufnehmen.

Die Rückmeldungen aus der gesamten Jägerschaft zum neuen Rahmen sind flächendeckend sensationell. Wir freuen uns über diese enorm lebendige, feierfreudige Festkultur im Verband und werden das Konzept für das nächste Jahr in der Buffet- und Service-Logistik so weiterentwickeln, dass es den gewaltigen Personenzahlen von der ersten Minute an auch kulinarisch vollends gerecht wird.

Ein herzlicher Dank gilt hierbei dem engagierten Schlossteam rund um Pascal Rotmund und Natalie Ernst für die tolle Zusammenarbeit sowie unserem unermüdlichen Helfer und ehemaligen Schlossherrn Hansedi Suter. Hansedi hat im Vorfeld nicht nur sein Feld als Parkplatz bereitgestellt und die Musikanlage organisiert, sondern auch die offizielle Ausnahmebewilligung für das Fahrverbot des Shuttles bei der Gemeinde Habsburg erwirkt. Sein leidenschaftlicher, unermüdlicher Einsatz für den Verein ist ein unschätzbares Geschenk.

📸 Hinweis zu den Event-Fotos: Die offiziellen Impressionen und die vollständige Bildergalerie von Louis Probst werden laufend hier auf der Webseite ergänzt. Da die professionelle Sichtung und präzise Bearbeitung der zahlreichen Aufnahmen natürlich noch etwas Zeit andauert, bitten wir Sie um ein kleines bisschen Geduld. Schauen Sie bald wieder vorbei!
Ein herzlicher Dank gilt allen Jungjägerinnen und Jungjägern für ihren tollen Einsatz, allen engagierten Lehrrevieren, dem gesamten Ausbildungsapparat des AJV, den Jagdschützen, den Jagdaufsehern, dem grossartigen Bläserchor und vor allem den Angehörigen fürs jahrelange Rückenfreihalten!
Weidmannsheil für die Zukunft!

Liste der Jungjägerinnen und Jungjäger

NameVornamePLZOrt
BachmannLukas5318Mandach
BarazettiLorenz Michael5022Rombach
BlattnerDominic5604Hendschiken
BöhmAlexander Karl5466Kaiserstuhl
BologneseMarco5413Birmenstorf
DelimarRobin5300Turgi
DistefanoSebastiano Pierpaolo5524Niederwil
DossenbachAaron5636Benzenschwil
GarmatterLaurent Olivier5408Ennetbaden
GrossBenjamin Robert5412Gebenstorf
HitzAriane5400Baden
HofstetterAndreas Walter6403Küssnacht am Rigi
HuberStephan5607Hägglingen
IbergPeter Fabian5503Schafisheim
JägerAndreas5316Leuggern
JakobMichael5053Staffelbach
KleebChristian5703Seon
KochAndreas4814Bottenwil
KocherIvo5722Gränichen
LattanzioSacha8965Berikon
LoseneggerJoel5276Wil AG
MüllerAlina5425Schneisingen
NäfFrank Hermann4852Rothrist
NestlerVictoria Antonia5075Hornussen
PiccinnoDenys Raffaelle5524Niederwil
RiesKevin4334Sisseln
RieserCyrill Urban8905Arni AG
SchmidDaniel5018Erlinsbach
SchmuckiMarc5615Fahrwangen
SiegristAndreas Bernhard5074Eiken
SigristJanis Luca5244Birrhard
SozziSandro Lucio5430Wettingen
SuterAlina Nathalie5722Gränichen
ThommenThierry Silvan4450Sissach
Vuille-BilleMichel Julien5225Bözberg
WieserKevin Oliver5064Wittnau
WullschlegerFlorian5619Büttikon
WunderlinMarco Stefano5075Hornussen

📸 Haben Sie eigene Schnappschüsse gemacht?

Falls Sie während der feierlichen Brevetierung oder beim gemütlichen Schüsseltrieb selbst tolle Fotos oder Videos aufgenommen haben, würden wir uns ausserordentlich freuen, wenn Sie diese mit uns teilen! Senden Sie Ihre Impressionen gerne direkt an unsere Geschäftsstelle, damit wir die gemeinsame Galerie noch bunter und vielseitiger gestalten können.


⚖️ Hinweis zum Persönlichkeitsrecht und Datenschutz

Ein respektvoller Umgang miteinander ist uns ein zentrales Anliegen. Sollten Sie wünschen, dass ein bestimmtes Foto, auf dem Sie zu erkennen sind, von unserer Webseite entfernt wird, oder möchten Sie namentlich nicht in der veröffentlichten Liste der erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen erscheinen? Bitte wenden Sie sich in diesem Fall ganz ungeniert direkt an die Geschäftsstelle. Wir werden Ihrem Wunsch selbstverständlich umgehend und unbürokratisch entsprechen.


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