Pünktlich zum Jahreswechsel gibt es erfreuliche Nachrichten für alle Erdhundeführer im Kanton Aargau. In enger Zusammenarbeit zwischen der Sektion Jagd & Fischerei und der Hundekommission von JAGDAARGAU wurde ein neues, praxisorientiertes Reglement für den Naturleistungstest Baujagd verabschiedet.

Bisher standen viele Hundeführer vor der Herausforderung, dass Prüfungen am Kunstbau aufgrund fehlender Anlagen in der Schweiz kaum möglich waren. Mit dem neuen Naturleistungstest wird nun eine Brücke geschlagen: Die Verhaltensüberprüfung findet im Rahmen einer regulären Jagd am Kunstbau statt.

Die wichtigsten Eckpunkte des neuen Reglements:

  • Inkrafttreten: Die neuen Bestimmungen treten am 1. Januar 2026 in Kraft.
  • Zulassung: Teilnahmeberechtigt sind alle Erdhunderassen gemäss FCI, wie Dachshunde, Fox-, Jagd-, Welsh-, Border-, Jack- und Parson Russell Terrier sowie entsprechende Mischlinge.
  • Zeitfenster: Der Hund muss zum Zeitpunkt des Tests zwischen 15 und 36 Monate alt sein.
  • Prüfungsziel: Der Test überprüft die Eignung des Hundes, das Gefahrenpotential unter der Erde einzuschätzen, sowie seine Wesensfestigkeit und den Gehorsam.
  • Ausschluss: Übermässig aggressive oder stumm arbeitende Hunde können den Test nicht bestehen.

Ablauf der Prüfung

Der Test findet während der regulären Jagdzeit auf den Fuchs statt und wird von zwei autorisierten TKJ-Richtern beurteilt. Vor Beginn wird die Identität des Hundes mittels Chipkontrolle geprüft; zudem muss der Hund sein Gebiss zeigen und sich vom Richter anfassen lassen.

Im Bau selbst muss der Hund den Fuchs selbstständig finden und ihn durch Vorliegearbeit und Verbellen dazu bringen, den Bau zu verlassen. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Kontrollierbarkeit: Ein Hund, der Schalenwild jagen will, muss sich abrufen lassen.

Organisation und Ergebnisse

Die Sektion Jagd & Fischerei (BVU) hat den Verband JAGDAARGAU mit der Organisation und Durchführung beauftragt. Ein bestandener Test kann offiziell im Stammbaum oder im Leistungsbüchlein eingetragen werden.

Das Reglement ist das Resultat einer engen Zusammenarbeit an der Basis und zielt darauf ab, eine praxisnahe und faire Beurteilung unserer Jagdhunde sicherzustellen.

Hundekommission JAGDAARGAU

Hier geht es zum neuen Reglement

WEITERE NEUIGKEITEN VON JAGDAARGAU

Rückblick auf das Engagement für Natur, Wild und Gemeinschaft


Waidmannsheil, frohe Festtage und „en guete Rutsch!“, liebe Jägerinnen und Jäger des Aargauischen Jagdschutzvereins!

Ein intensives und erfolgreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Im Namen des AJV möchten wir uns bei allen Mitgliedern, Jagdgesellschaften und Partnern für das aussergewöhnliche Engagement und die geleistete Arbeit bedanken.

Einmal mehr haben Sie bewiesen, dass Jagd im Kanton Aargau gelebter Natur- und Wildtierschutz ist. Das Leitmotiv «Jäger helfen schützen» wurde mit Leben gefüllt:

  • Wildtierschutz als Herzensangelegenheit: Die Rehkitzrettung war auch in diesem Jahr wieder ein herausragendes Beispiel für Ihren unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz, der weit über die gesetzliche Pflicht hinausgeht. Ihr Beitrag zur Bergung von Fallwild, die Hegearbeiten zur Aufwertung und zum Schutz der Lebensräume sowie die verantwortungsvolle Regulierung der Wildbestände sind unverzichtbar für ein gesundes Ökosystem.
  • Bildung und Brauchtum: Wir sind stolz auf die Förderung unseres jagdlichen Nachwuchses durch eine zeitgemässe und fundierte Ausbildung. Gleichzeitig haben wir unser wertvolles Brauchtum und die jagdliche Musik gepflegt und damit die kulturelle Seite des Waidwerks gestärkt.
  • Starke Gemeinschaft: Durch Ihre Mitwirkung konnten wir den jagdlichen Solidaritätsgedanken festigen und unsere Position als Dachverband in Politik und Gesellschaft wirksam vertreten.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien im Kreise Ihrer Liebsten eine besinnliche Adventszeit, frohe und erholsame Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

Wir freuen uns darauf, auch 2026 gemeinsam Verantwortung für die Aargauer Jagd zu übernehmen.

Mit den besten Grüssen und einem kräftigen Waidmannsdank!

Die Geschäftsstelle bleibt über die Festtage geschlossen, ist jedoch per E-Mail und telefonisch erreichbar.


📰 News: JagdSchweiz positioniert sich zur Fuchsjagd

Die Diskussion über Sinn und Zweck der Fuchsjagd in der Schweiz wird immer wieder von Tierschutz- und Naturschutzkreisen angestossen. JagdSchweiz, die Dachorganisation der Schweizer Jäger, hat nun ein umfassendes Positionspapier veröffentlicht, das die Notwendigkeit und den Nutzen der Bejagung des Rotfuchses (Vulpes vulpes) darlegt und begründet, warum diese unbedingt beibehalten werden muss.

Das Positionspapier beleuchtet kritische Behauptungen zur Fuchsjagd und präsentiert auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse die Argumente der Jägerschaft. Zentral ist die Feststellung, dass der Fuchsbestand in den Schweizer Tieflagen und Siedlungen als „unnatürlich hoch“ einzustufen ist.

Lesen Sie hier die wichtigsten Argumente von JagdSchweiz, weshalb die Fuchsjagd in der Schweiz unverzichtbar ist:


Hier klicken für das Positionspapier


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